Unter dem Motto Gründerinnenstadt Stuttgart lud Dr. Anna Christmann, Grüne Bundestagsabgeordnete für den Stuttgarter Norden, am Donnerstag, den 15.11. ins Social Impact Lab in den Stuttgarter Osten ein. Gemeinsam mit Beate Wittkopp, Leiterin des Steinbeis-Transferzentrum TransferWerk-BW, Gründerin Ann-Sophie Claus und Dr. Danyal Bayaz, MdB, Startupbeauftragter der Grünen Bundestagsfraktion diskutierte Christmann, warum bisher so wenige Frauen den Sprung ins Gründertum wagen.

„Tolle Frauen, tolle Gründungsgeschichten! Davon gab’s gestern jede Menge!“, beschreibt Christmann den Abend Gründerinnenstadt Stuttgart. Am Donnerstag, den 15.11. lud Christmann Stuttgarter Gründerinnen und Gründer zu Ihrer gleichnamigen Veranstaltung ein.

Schnell wurde klar: „Frauen gründen anders, dafür oft mit nachhaltigerem Erfolg. Für die Startphase haben sie daher andere Bedürfnisse. Sie benötigen stärker schnelle finanzielle und unbürokratische Unterstützung, um ihre Ideen umsetzen zu können! Und sie brauchen Netzwerke, da konnten wir durch die Veranstaltung ein Stück mithelfen“, fasst Christmann die intensive Diskussion mit den Gründerinnen zusammen. Gerade finanzielle Hilfen sind für eine erfolgreiche Gründung entscheidend: „Es gibt bereits viele Förderprogramme für Startups, aber nahezu keine explizit für Frauen. Wir sollten diese Potenziale besser heben. In Irland gibt es einen High-Tech-Gründer-Fonds für Frauen. An einem derartigen Modell wollen wir uns orientieren.“, so Bayaz zu der aktuellen Förderlandschaft in Deutschland.

Wie man es machen kann, zeigt Ann-Sophie Claus: Sie ist erst 26 Jahre alt und hat Anfang des Jahres ein Startup gegründet, das Bio-Tampons herstellt, The Female Company: „Über die Frage nachzudenken, ob man mit seinem neu gegründeten Startup scheitern kann, ist der falsche Ansatz“, antwortet sie auf die Frage, ob sie Angst habe zu scheitern. Dass sie sich getraut habe, liegt auch daran, dass sie viel in der Stuttgarter Szene unterwegs war. Selbst bei einem Startup zu arbeiten und tolle Gründungsgeschichten von Frauen im Netz zu verfolgen, habe sie ermutigt.

„Wir brauchen definitiv mehr dieser tollen Vorbildfrauen in der Gründerszene, die sich trauen und einfach machen“, so Christmann. „Die vielen Ideen und Impulse der intensiven Diskussionsrunde werden wir mit nach Berlin nehmen“, resümieren Christmann und Bayaz.